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Arkos – Samos – Chios

Freitag 2.6.

Freitag starten wir bei trübem Wetter Richtung NW, zunächst mit Ziel Fournoi. Da es den ganzen Nachmittag regnet, scheint uns Ankern auf Fournoi nicht attraktiv, und wir fahren stattdessen weiter in den schon bekannten Hafen Karlovasi auf Samos. Die Kiosk-Frau am Kai begrüßt uns als Bekannte.

Bei Regen lässt sich per Tablet unter Deck gut navigieren.

Samstag 3.6.

Trotz gemischter Wetterprognosen – einige sagen Regen, andere nur Wolken, die einen West-, die anderen Nordwind an, starten wir vor 9, um noch bei Tageslicht das 47sm entfernte Chios zu etteichen, und zwar den großen Stadthafen der Inselhauptstadt.

Der Leuchtturm, ca 1km entfernt, gehört zur Türkei.

Auch hier in Chios viel Platz am Kai, nur eine Handvoll Yachten. Unsere Schweizer Nachbarn mit einer bestens ausgestatteten Alubat 44 laden uns auf ein Bier ein, und gleich sind zwei Stunden verplaudert.

Hafenmeister Stelios bestellt für uns für den nächsten Tag Diesel.

Sonntag 4.6. Chios

Der Dieselmann meint, für 70 Liter lohnt es nicht, den Tankwagen zu schicken, und schleppt stattdessen 4 Kanister an den Kai. Zum Glück bringt er eine Schlauchpumpe mit. Diese clevere Vorrichtung – schlicht ein Schlauch mit einem Rückschlagventil an einem Ende – wird in den Kanister gesteckt und durch Auf-und-ab-Bewegungen befüllt, so dass die Schwerkraft dann den Diesel absaugt.

Weil mir beim Segeln das Ruder etwas schwergängig schien, kontrolliere ich das Spiel der Steuerketten und stelle mit Schrecken fest: am Kettenschloss hat sich eine Splintfeder (ist das die richtige Bezeichnung ?) gelöst. Die Ursache ist, dass die Kettenschlösser der beiden parallel laufenden Ketten aneinander streifen und sich verhaken können. Also muss ich die Kettenschlösser andersrum einbauen. Leider fällt mir dabei als erstes ein kleines Teil in die Tiefen der Rudermechanik, ich suche von der darunterliegenden Achterkabine aus an den schwer zugänglichen Stellen mit Taschenlampe und Handykamera alles ab, eine Stunde ohne Ergebnis. Erst als ich merke, dass das Ruder nach Backbord früher als normal anschlägt, erkenne ich: das verdammte Teil ist in das Kegelgetriebe geraten – bei Ruder hart Steuerbord lässt es sich rausholen, und mit großer Sorgfalt gelingt die Reparatur.

So ist es schon halb drei, als wir bei bestem Segelwind den Hafen verlassen. Unser Ziel ist die kleine Inselgruppe Oinouses (Oinousa) im Nordosten von Chios. Zum Glück dreht der Nordwind allmählich auf NW, und wir brauchen nur einen kurzen Kreuzschlag, um die angestrebte Ankerbucht zu erreichen.

An unserem heutigen Track erkennt man gut die Winddrehung
Am Wind, ca. 14kn Wind, Speed ca. 5kn
Kurz vorm Ankerplatz eine Gruppe Delfine

Nachtrag: Party auf Chios

Fast hätte ich vergessen, unsere Partynacht in Chios zu erwähnen: Die Partymeile ist direkt am Hafen, und Eos lag ungefähr 20m von der lautesten aller Discos. Bis zum Morgegrauen durften wir miterleben, was junge Griechen anscheinend für Musik halten…

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Gemächlich auf Nordkurs

Mittwoch 31.5. (Leros – Arkos)

Der Wind hält sich weitgehend an die flauen Vorgaben. Am Mittwoch schlendern wir erstmal durch den kleinen Ort Panteli, genießen die Aussicht von den Windmühlen und ergänzen unsere Vorräte im minimalistisch bestückten Minimarket: einzig frisches Gemüse sind Gurken – immerhin weist die freundliche Verkäuferin darauf hin, dass diese hier auf Leros gewachsen seien, was an der krummen Form und der getüpfelten Schale erkennbar sei.

Am Nachmittag dann verlassen wir unter Motor diese wunderbare Insel, nun wieder mit Kurs gen Norden.

Unterwegs passieren wir die hübschen Kalkfelsen der kleinen „Weißen Inseln“ (Aspronises).

Die Inselchen um Arkos bieten zahlreiche geschützte, malerische Ankerplätze, und wir entscheiden uns für einen schmalen natürlichen Kanal mit türkisfarbenem Wasser, und ankern als einzige Yacht dort. Ein Traum!

Donnerstag – Buchteln an unserem Hochzeitstag

Arkos gefällt uns so, dass wir, auch mangels Wind, vorerst auf’s Meilenfressen verzichten und nur einige der nahen Buchten ansteuern, um schon gegen Mittag im Örtchen Avgusta an der Pier anlegen. Eigentlich der Hauptort der Insel Arkos mit immerhin einer Fährverbindung , besteht dieses Dorf nur aus zwei Tavernen und wenigen um die tief eingeschnittene Bucht verstreuten Häusern. Am Kai haben etwa 10 Yachten Platz.

…und hier noch ein paar Eindrücke von unserem nachmittäglichen Landgang auf Arkos:

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Noch ein Insel-Juwel: Leros

Dienstag 30.5.23

Wir hatten bisher unglaubliches Wetterglück, mussten nie kreuzen und hatten nur kurzzeitig mehr als 5 Windstärken. Auch für die nächsten Tage sind ähnliche Konditionen angesagt. Wir lesen ein bisschen über die nächst südliche Insel, Leros, und entscheiden uns, auch dort noch hinzufahren.

Vorher noch ein Landgang per Dinghy. Die beabsichtigte Ersteigung eines Aussichtshügels scheitert allerdings an einem Schild „Private Property“: eine unbewohnte Feriensiedlung versperrt jeden Ausgang vom Strand!

Bei Fast-Flaute motoren wir erstmal zwischen einigen der Mini-Inseln hindurch, was wegen etlicher Untiefen besondere Aufmerksamkeit fordert. Mittags ankern wir auf einem unbewohnten Inselchen mit dem schönen Namen Archangelos, das in unmittelbarer Nähe nördlich von Leros liegt. Ein auffallendes Betonrechteck direkt an Küste von Leros stellt sich als Landebahn des dortigen Flughafens heraus.

Einer der schönsten Orte auf Leros soll Panteli sein, also segeln wir mit dem einsetzenden SWWind noch dorthin weiter, bei ruhiger See ein herrlich entspanntes Segeln, nur ein halbstündiges Flautenloch im Lee der Insel muss per Volvo überwunden werden.

Bei Ankunft im wirklich idyllischen Hafenort Panteli mit seinen malerischen Windmühlen und der mächtigen byzantinischen Festung dann erst mal Ratlosigkeit: die Hafenmole ist von Fischerbooten belegt, und mehrere gelbe Tonnen weisen auf ein Ankerverbot hin. Gerade als wir uns entschlossen haben, an einer der ausliegenden Muringtonnen festzumachen, taucht auch schon mit seinem Motorboot Lefteris auf, der Betreiber der Tonnen, hilft bei Festmachen und kassiert 20€. Unsere Einladung auf ein Bier nimmmt er gerne an, und erklärt uns nicht nur seiner Mutter Rezept für den weltbesten Oktopus, sondern auch die lokalen Wetterregeln: bevor es richtig Sommer wird, müsse nämlich unbedingt erst noch einmal ein Südoststurm mit Regen kommen, auf den man dieses Jahr schon seit 21. Mai wartet.

Zum Landgang ist es leider schon etwas spät, so bleiben wir an Bord und ich nutze die Zeit zum Bloggen.

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Lipsoi

Pfingstmontag

Östlich von Patmos liegen die Inseln Arkoi (Arkos) und Lipsoi (Lipsos). Die Pluralformen auf -oi (gesprochen -i) deutet schon an: es handelt sich  jeweils um viele kleinere  bis kleinste Inseln, Inselchen und Felsen, die sich um die namensgebenden Hauptinseln gruppieren.

Bei gewohnt leichtem Wind, wieder hauptsächlich von achtern, segeln wir gemächlich die 10sm bis in eine gut geschützt aussehende, dreigeteilte Ankerbucht im Süden von Lipsoi. Laut Hafenführer soll die (einzige) dortige Taverne gutes Essen servieren, also lassen wir Dinghy inkl. Motor zu Wasser und tuckern an den Strand. Die Taverne sieht mit schön bepflanzten Anlagen einladend aus, macht aber leider erst übermorgen auf – also doch zurück an den heimischen Herd an Bord. Es gibt Gnocchi mit Gemüsesauce.

Beim Gespräch mit der benachbart ankernden Chartercrew wird uns klar, warum seit Patmos deutlich mehr Yachten zu sehen sind als in den ersten beiden Wochen unserer Reise: sie kommen nämlich von der Charterbasis auf Kos, das nur noch weniger als 40sm entfernt ist – also zwei bequeme Tagestrips.

Trotz der nahezu windstillen Nacht zeigt sich der Ankerplatz dann als nicht so ideal: in der Nacht wachen wir immer wieder vom Schaukeln auf, wenn die kaum merkliche Dünung – vielleicht von vorbeifahrenden Schiffen – das Boot quer erwischt.

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Goldstrand

Sicher wartet ihr schon auf einen neuen Eintrag. Wenn ich drei Tage nicht geschrieben habe, liegt das hauptsächlich an schwacher Internetverbindung. Seit Patmos Skala waren wir in keine Siedlung und folglich in keinem WLAN, und in den Buchten ist naturgemäß oft keine oder schwache Netzabdeckung.

Pfingstsonntag

Bei weiterhin leichten N bis NW-Winden machen wir Sonntag Mittag einen Abstecher zum Strand Psili Ammos („feiner Sand“) an der SW-Seite von Patmos, der wegen seines goldfarbenen Sandes als der schönste der Insel gilt. Als wir gemächlich die Südspitze von Patmos runden, legt der Wind plötzlich auf 19kn zu, eilig reffen wir die Genua, aber nach einer Viertelstunde ist die Aufregung vorbei und alles wieder ruhig. Allerdings stehen in die Psili-Ammos-Bucht bei auflandigem Wind doch einige Wellen, wir wagen trotzdem den Anker zu werfen, und werden dann vor Anker so durchgeschaukelt, dass die Hälfte der Crew sicherheitshalber eine Vomacur einwirft. Wieder an Patmos‘ Ostseite, suchen wir einen schönen Platz für die Nacht – nach Kurzbesuch in mehreren Buchten entscheiden wir uns wieder für Livadi, wo wir schon vor zwei Tagen waren. Diesmal sind wir in der weiten Bucht mit schönem Badestrand völlig allein (wie auch in Psili Ammos), und wundern uns, wo jetzt die Yachten alle sind, die heute morgen im Hafen lagen.

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Patmos

Pfingstsamstag 27.5.

Am Morgen fahren wir bei schwachem Wind die 2 Meilen in die Inselhauptstadt Skala. Im einzigen Fährhafen von Patmos liegt auch ein Kriegsschiff. Die Marina ist seit Jahren nur halbfertig, aber am Stadtkai gibt es reichlich Platz für Yachten. Als wir gegen 9 kommen, sind nur wenige Plätze belegt. Trotz Seitenwind klappt unser Anlegemanöver perfekt, ein Spanier nimmt die Leinen an, die Dame vom Hafenamt fotografiert unsere Papiere und berechnet auf gewohnt langwierige Weise unsere Liegegebühr von €5,20. Die nahe Türkei soll übrigens, wie wir von einem Segler gehört haben, inzwischen bei 3stelligen Tagesgebühren angelangt sein!

Im Lauf des Vormittags, den wir für Einkäufe nutzen, füllt sich der Kai: wir sehen mehr Yachten als in den letzten 14 Tagen zusammen. Es gibt hier einen recht gut ausgestatteten Marineladen, daher entschließe ich mich zu einigen weiteren Arbeiten an Bord: der vergammelte Duschkopf soll ausgetauscht werden, ein schlecht sitzender Plastikdeckel über dem Ruderlager ausgetauscht, und auch das Bordklo gibt noch Aufgaben auf. Es funktioniert zwar wieder, aber ein verdächtiges Gluckern verrät, dass mindestens eine Dichtung nicht richtig dichtet. Kein großes Problem, aber unschön. Als ich die Pumpe – wieder mit einer hervorragenden Anleitung von blauwasser.de, gelobt sei das Internet! – zerlege, fasse ich es nicht: die Teile, die zum selbstverständlichen Wartungsumfang in jedem Winter gehören, sind völlig verkrustet. Ein Anschiss nach Volos ist fällig. Das Service-Kit mit neuen Dichtungen hat der Marineladen vorrätig, aber wir sind beide noch länger mit der Reinigung der restlichen Teile beschäftigt – unglaublich wie Meersalz mit Exkrementen zu einem steinharten Belag verkrusten kann.

Am Abend dann endlich der schöne, touristische Teil unseres Patmos-Besuchs: Da der Bus nur alle zwei Stunden fährt, gehen wir zur Fuß auf einem alten Plasterpfad hoch zur Chora, schweißtreibende 45 Minuten trotz des kühlenden Winds. Leider ist das großartige Kloster von mehreren Gruppen Kreuzfahrt-Gästen aus allen Erdteilen schrecklich überlaufen. Aber nachdem wir dem schlimmstem Gedränge entflohen sind, können wir die großartigen alten Gemäuer, die wertvollen Kultgegenstände aus vielen Jahrhunderten im Museum und die herrliche Aussicht über die ganze Insel genießen.

Anschließend verlaufen wir uns fast in den labyrinthisch weitverzweigten Gassen der Chora, wo wir plötzlich völlig allein sind, keine Kreuzfahrer, aber auch keine Einheimischen. Inzwischen sind wir hungrig, finden eines der wenigen Restaurants hier oben, und lassen uns nach dem Essen ein Taxi zur Skala bestellen.

Gut, dass ich am Boot eine Spring nach Luv ausgebracht hatte, denn der Seitenwind ist inzwischen auf bis 23kn in Böen aufgefrischt.

Nebenbei verfolgen wir den Tag über immer wieder in der Whatsapp-Gruppe „marabufighters“ den Frust derjenigen unserer Leidensgenossen vom Hinflug, die heute zurückfliegen wollen und anscheinend mehr als 7 Stunden warten müssen. Letzten Samstag hat der Flug München-Volos übrigens geklappt, und momentan hoffen wir noch, dass die Airline, die wohl eher Marodu als Marabu heißen sollte, ihre Probleme in den kommenden drei Wochen noch in den Griff bekommt.

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Ankommen im Dodekanes

Freitag 26.5.23

Unser eigentliches Reiseziel ist ja der nördliche Teil des Dodekanes, insbesondere Patmos, Arkos und Lipsos mit den umliegenden Inseln. Patmos, das wir übrigens vor genau 40 Jahren zum ersten (und einzigen) Mal besucht haben, ist die nördlichste Insel des Dodekanes. Der Name („12 Inseln“) dieser Inselgruppe entstand übrigens schon im Altertum, obwohl sie weit mehr als 12 Inseln umfasst. Überhaupt ist es so eine Sache mit der Zusammenfassung von Inseln zu Gruppen: die Inseln Lesbos, Chios und Samos z. B. werden von den einen zu den Östlichen Sporaden gezählt, bei anderen heißen sie einfach Östliche Ägäis-Inseln. Mit „Sporaden“ wiederum meinen die einen (wie wohl die alten Griechen) alle Ägäis-Inseln, die nicht zu den Kykladen gehören, andere nur die Nördlichen Sporaden Skiathos, Skopelos, Alonissos, Skyros mit ihren Nachbarn.

Jedenfalls sind wir heute nach längerem Chillen am Ankerplatz auf Fournoi die 15 Meilen nach Patmos teils gesegelt, teils bei einschlafendem Wind motort. Das „Chillen“ ist übrigens doppeldeutig gemeint, denn trotz 24°C war es am Ankerplatz bei Wind bis 15kn nicht wirklich kuschelig. Geschwommen wird trotzdem.

Hier auf Patmos ankern wir also in der Bucht Livadi, einer weiten, flachen Bucht mit schönem Sandstrand und klarem Wasser – hier schon 21° warm! Morgen planen wir dann einen Besuch der bekannten Inselhauptstadt mit dem altehrwürdigen Kloster (gegründet AD 1088).

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Verstopfung

Mittwoch 24. Mai

Als wir von Samos ausreichend Abstand haben, wird wie gewohnt der Fäkaltank geöffnet. Es tut sich nichts, der Tank ist 3/4 voll und fließt nicht ab.

Die unappetitlichen Details der folgenden Reinigungsaktion sei dem Leser erspart. Nur soviel: zum Einsatz kommen Gummihandschuhe, die Lenzpumpe, ein Stück Schlauch, der Neopren-Body, ein Kochlöffel, Eimer, Plastiktüten und als Endoskop die Handykamera.

Das will man nicht sehen

Am Mittwochabend am Ankerplatz auf Thymaia (Teil der Fournoi-Gruppe) ist die Verstopfung noch nicht beseitigt, erst am Donnerstag Mittag stellt sich der Erfolg ein.

Donnerstag

Beim kurzen entspannten Schlag mit achterlichem Wind das nächste Malheur: die Genua lässt sich nicht mehr einrollen, weil ein Überläufer in der Furler-Rolle klemmt. Das ist schnell behoben, nachdem ich die Abdeckung der Rolleinrichtung abschraube – zum Glück bei ruhiger See.

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Samos – Nachtrag

Hier noch ein paar Eindrücke von Samos. Am Mittwoch gab es kaum Wind, und wir machten noch eine Wanderung (2,5 Stunden) über Palio Karlovasi (Palio = Alt-) zur benachbarten Bucht Potami. Dann bei schöner Nachmittagsbrise 20sm zur Inselgruppe Fournoi.

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Samos

Montag

Bei Flaute und zunehmend trübem Himmel, teils Nieselregen, fahren wir in direktem Kurs 38sm nach Samos, der südlichsten der Östlichen Sporaden. „I gfrei mi wenns rengd, weil wenn i mi ned gfrei rengds aa“ (Karl Valentin).

Fast ereignislose 8 Stunden, wenn nicht eine große Gruppe Delphine uns lange begleitet hätte! Erst zogen sie in 100m Entfernung neben uns her, und mehrere schwammen dann direkt an unserem Bug!

Karlovasi hat ein großes Hafenbecken mit Fährverbindung zu den benachbarten kleineren Inseln, eine Werft und einen langen Kai für Yachten, daher waren wir überrascht, dass wir am Yachtkai zwischen zwei Fischerbooten und der Küstenwache die einzige Yacht waren!

Gestern beim Segeln hatte die Backbord-Genuaschotwinsch ihren Dienst versagt: sie hielt nicht mehr zuverlässig, weil die Sperrklinken verklebt waren. Ein klarer Fall von mangelndem Service, denn die Winschen müssen jeden Winter gereinigt werden. Dank einer genau bebilderten Anleitung im Internet konnte ich das vielteilige Getriebe zerlegen, reinigen, fetten und vor allem auch wieder zusammenbauen!

Dienstag

Heute ist der erste Tag seit Volos, an dem Eos im Hafen bleibt. Wir fahren mit einem Mietauto rund um die Insel Samos, d.h. in die Inselhauptstadt Vathy (auch einfach „Samos“) und das Städtchen Pythagoreion, wo der große Pythagoras (a2 + b2 = c2) gewirkt hat.

Außer für den Mathematiker ist Samos seit der Antike für Wein berühmt, außerdem für den Tyrannen Polykrates (Er stand auf seines Daches Zinnen, ihr erinnert euch).