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Eos Blog 2026

Gen Ikaria: erster Versuch

Pfingstmontag 25. Mai 2026

Für Montag sind die Wetterberichte widersprüchlich: der eine warnt vor Böen bis 27 kn, andere versprechen gute Segelbedingungen um 10 bis 16kn, allerdings aus Nord, wo wir hinwollen. Weil schon in der Nacht zum Montag und am Montagmorgen die angedrohten Böen ausgeblieben sind, glauben wir der optimistischeren Prognose und segeln mit vorsichtig gerefften Segeln aus der Bucht. Aber der Wind ist so schwach, dass wir doch alle Segelfläche setzen, und bald sogar den Motor zu Hilfe nehmen, mit dem Ziel, am Spätnachmittag die Insel Fourni zu erreichen. Von dort sind es noch einige Stunden bis Ikaria, einer Insel, die wir noch nicht kennen, und die als reizvoll und ursprünglich beschrieben wird.

Gegen Mittag ändert sich die Lage, die Wellen werden ruppig und der Wind nimmt auf über 20kn zu, der Am-Wind-Kurs wird ungemütlich. Wir verzichten für heute auf Fourni, drehen ab und erreichen in herrlicher Raumschotsfahrt um 1/2 3 die Insel Arki.

Beim Kreuzen stellte sich heraus: die neue Windanzeige zeigt die Windrichtung um ca. 20° verkehrt an. Ich hatte den Techniker nach der Montage noch gefragt, ob man das nicht kalibrieren muss, aber er meinte, alles wäre perfekt… Zum Glück erklärt das Manual, wie die Kalibrierung funktioniert, und wir holen das nach.

Der einzige Ort auf Arki ist das hübsche Fischerdorf Augusta, mit nur wenigen Dutzend Häusern. Leider gibt es am Kai auch nur Platz für etwa 12 Yachten, und die österreichische Oceanis, die 5 Minuten vor uns einläuft, belegt den letzten Platz. Aber auch heute haben wir Glück, ein Segler zeigt uns den Kai der kleinen Inselfähre, die erst übermorgen zurückkommt, und wir gehen dort längsseits.

Nach dem Schwimmen am Abend gibt es bei Manolis ausgezeichnete Tarama, und Lammkoteletts.