Sonntag, 29. Juni 25 – Hafentag
Der Wetterbericht behält recht, Tag und Nacht lässt der Meltemi nicht nach und erreicht in Böen um die 30kn, was bedeutet, dass es uns auch das eine oder andere Salatblatt von der Gabel weht, und selbst im Hafen weiße Schaumkronen die Wellen zieren. Wir liegen aber sehr sicher und recht ruhig, vom gelegentlichen Schwell der Fähren abgesehen.
Zum Glück gibt es eine kleine saubere Badestelle im Hafenbereich. Ich nutze die Zeit für meine ersten Verschönerungsversuche einiger Schrammen mit Gelcoat – das Ergebnis ist nicht perfekt, aber wenigstens etwas besser als zuvor. Der weiße Baaz von meinen Fingern wird mühsam abgeschrubbt…
Auch das „Hafenkino“ wird nie langweilig. Bei unseren übernächsten Nachbarn hält der Anker nicht. Mit dem Dinghy bringen sie ihn neu aus, es klappt ganz gut.

Montag, 30. Juni 26: wilde Fahrt nach Pserimos
Laut Wetterbericht und auch nach Augenschein im Hafen sollte der Meltemi am Nachmittag etwas nachlassen, und wir wagen es, um 15.30 auszulaufen. Das Ziel, die Ost-Bucht von Pserimos, ist überwiegend mit Raumkursen zu erreichen. Allerdings pfeifen zwischen den Inseln Kalymnos und Pserimos die Böen noch mit teils bis 31kn durch und treiben uns trotz stark gerefftem Großsegel, ohne Fock, mit 5-6kn nach Osten.





In der gut geschützten Bucht ankern wir auf 9m Tiefe, zusammen mit etwa 15 Yachten, darunter einige luxuriöse Zweimaster.

