Donnerstag, 26. Juni 25
Unsere Törnplanung wird von zwei Faktoren bestimmt:
- Das Großsegel wollen wir in Lakki (Leros) reparieren lassen, und
- Der Wetterbericht verheißt uns für Samstag bis Montag Sturmböen bis 40kn, d.h. wir müssen uns rechtzeitig an einem sicheren Platz verkriechen.
Das Großsegel haben wir schon am Mittwoch Abend bei Schwachwind abgebaut, und konnten bei der Gelegenheit auch gleich die Rollreffanlage nachspannen.
Nach einer ruhigen Nacht fahren wir mit der Genua nach Lakki, allerdings nicht ohne Überraschung: statt der erwarteten 12kn treffen uns Böen mit über 30kn (7 Bft), zum Glück nur für eine gute halbe Stunde.


Wie befürchtet, erklärt uns der nette Segelmacher Sifounios, dass das Segel nicht mehr lange halten wird, flickt es aber provisorisch für die nächsten Tage. Ein neues wird er dann im Sommer anfertigen.



Freitag, 27. Juni 25 zur Muring-Taverne
Wegen der Windprognose wollen wir Samstag im sicheren Hafen Pothia sein, der Hauptstadt von Kalymnos. Ein lohnender Zwischenstopp ist die Bucht Palionissos an der Nordostseite von Kalymnos. Dort gibt es zwei Tavernen mit knapp zwanzig Muringtonnen. Als wir mittags ankommen, sind nur drei belegt, und unsere Reservierung war diesmal unnötig. Abends gegrillter Fisch bei Kaledonis.

Samstag, 28. Juni 25: wuselige Inselhauptstadt
Auf dem Weg von Palionissos entlang der Ostseite von Kalymnos fahren wir nur mit Genua, teils sogar gerefft, und kommen flott voran, wenn auch etwas schaukelig. Auf den letzten Meilen setzen wir nochmal beide Segel und haben dann bei starken Fallböen vor der Hafeneinfahrt Mühe, das Groß wieder einzurollen.

Mein gestriger Versuch, telefonisch in Pothia einen Liegeplatz zu reservieren, war am griechischen Kompetenzwirrwarr gescheitert: die erste Tefefonnummer war nicht mehr gültig, bei der zweiten wurde ich weiterverbunden an einen freundlichen Menschen, der sich als unzuständig erklärte.
Dementsprechend sind wir sehr erleichtert, am langen Yacht-Kai von Pothia noch eine Lücke zu finden, in die wir den Rumpf der Eos nach Ausbringen des Ankers zwängen können. Obwohl wir schon um 11 Uhr da sind, ist es tatsächlich der letzte freie Platz zumindest in diesem Teil des großen Hafens! Auch die Breite passt gerade – auf beiden Seiten passen nur die Fender noch zwischen Eos und unsere Nachbarn.

Übrigens: dass ich einige Tage keinen neuen Beitrag hochgeladen habe, liegt unter anderem an fehlender Netzabdeckung in den entlegeneren Buchten.
