Dienstag 30.9.25 von Tilos nach Symi



Der Nordwestwind hat die ganze Nacht angehalten, am Ankerplatz zwar nur selten über 10kn. Als wir die Bucht verlassen, wehen aber draußen noch satte 6 Beaufort mit Böen bis 29kn. Raumschots mit passenden Reffs ist das okay, wenn auch recht schaukelig.
Allmählich kommen wir dann ins Lee der türkischen Datça-Halbinsel, die See wird ruhiger, und am frühen Nachmittag ankern wir in der Panormitis-Bucht im Südwesten von Symi. Die Bucht ist fast völlig von Land umschlossen, leichte Dünung kommt dennoch an den Ankerplatz.
Das ganze Südufer der Bucht wird vom Kloster des Heiligen Michael eingenommen, das täglich mehrere Ausflugsschiffe mit Hunderte von Besuchern anzieht, hauptsächlich vom knapp zwei Stunden entfernten Rhodos. Die Besucher werden in Grüppchen durch den kleinen Klosterhof, die Kirche mit wundertätiger St.-Michael-Ikone und natürlich den Kloster-Shop gelotst, und nach weniger als einer Stunde wieder verschifft.
Als gegen 16 h die letzten Besucher verschwunden sind, besuchen auch wir die Kirche. Unsere Erwartung, dass es in der riesigen Anlage mehr zu sehen gibt oder irgendwelche Führungen oder wenigstens Auskunftstafeln, wird enttäuscht. Nur eine alte Frau bedeutet uns, dass die weiteren Gebäude nicht zugängig sind. Immerhin gibt es zwei (jetzt menschenleere) Tavernen und eine Holzofen-Bäcker.


Als wir mit dem Dinghy auf die Eos zurückkommen, besucht uns ein junges deutsches Charterer-Pärchen: sie haben beim Ankermanöver unsere Yacht gestreift und entschuldigen sich mit einer Flasche Weißwein. Der Schaden ist zum Glück sehr gering, oberflächliche Schmierer im Gelcoat, die sich einigermaßen wegpolieren lassen.
Mittwoch, 1.10.25
Erst am Nachmittag verlassen wir die Kloster-Bucht, um an der unbewohnten Insel Seskli südlich von Symi Anker zu werfen. Außer uns übernachtet nur noch eine Österreicher Yacht dort.


Donnerstag, 2.10.25 Symi – der Hauptort
An der felsigen Ostküste Symis gibt einige teils spektakuläre Badebuchten. Bei Beinahe-Flaute erkunden wir sie per Motor und genießen einen gemütlichen Sonnentag. Von Symi ist es übrigens näher zur türkischen Küste als zu den griechischen Nachbarn, demgemäß sehen wir den ganzen Tag über das türkische Gebirge.


Für Freitag sind Gewitter und Starkwind gemeldet, so dass wir einen sicheren Platz brauchen. Daher haben wir schon gestern über Navily (eine Segler-App) versucht, in der Marina Pedi zu reservieren, leider ohne Antwort. Als wir mittags dort einlaufen, werden wir wegen Überfüllung abgewiesen. Dann also gleich 5sm weiter nach Symi Stadt. Im Stadthafen ist genug Platz, ein Bojen-Mann weist uns eine Boje an und hilft beim Anlegen, alles bestens.








Symi (2560 Einwohner laut Wikipedia) ist eine touristische Attraktion mit seinen schön restaurierten farbigen Herrenhäusern im italienischen Stil, aber auch mit regem Betrieb mit Massen von Tagestouristen.
