Montag 9. Juni 2025
Nach der Hochzeit in Carcassonne („destination wedding“ ist im Trend!) Flug von Toulouse nach Frankfurt, Athen, Leros. Diesmal nur mit Handgepäck, das wir bis knapp über das erlaubte Maß vollstopfen. Aufatmen, dass die Airlines (Lufthansa, Aegean) es ohne Murren akzeptieren.
Die Werft ist bei unserer Ankunft nach 18 Uhr geschlossen, hatte uns aber einen Zugangscode gegeben, sowie Instruktionen, wo sie Eos geparkt haben: „vom Eingang links den Weg bis zur Ecke des Zauns“ – dort steht sie leider nicht, und nach 20-minütiger Suche, unterstützt vom Wachmann, finden wir sie in der gegenüberliegenden, rechten Ecke.
Dienstag/Mittwoch, 10./11. Juni – viel Arbeit!
Außer den normalen Arbeiten zum Saisonstart wie Bimini und Sprayhood aufziehen, alle Systeme testen, Wasser auffüllen, und Einkaufen für die nächsten Wochen stehen auch an: Dieselfilter tauschen, Ankerkette markieren, diverse Reparaturen, und vor allem das Deck von reichlich Stau befreien.
Der Krantermin für Donnerstag steht, und am Mittwoch Mittag ist die To-do-Liste noch so lang, dass mir Zweifel kommen, ob das zu schaffen ist. Als dann reichlich Diesel durch mein Ungeschick sich im Boot und Cockpit verteilt, ist die Stimmung am Tiefpunkt. Warum tun wir uns das an?!
Immerhin gelingt die geplante Reparatur des kleinen Risses im Vordeck, und die Sauerei mit dem 2-Komponenten-Epoxid hält sich in vertretbaren Grenzen. Um 22 Uhr ist dann auch das Dinghy aufgeblasen. Wir stellen den Wecker auf 6, um morgens die Restarbeiten zu schaffen.

Donnerstag, 12. Juni: Kranen, und Aufkreuzen nach Lipsi


Die Jungs von der Werft arbeiten routiniert und perfekt. Um 8:15 rücken sie an mit ihrem fahrbaren Hydraulik-Lift, der die Yacht mitsamt ihrem Lagergestell bewegt, um sie dann auf den „Travellift“ zu laden. Der bringt sie in zwei Gurten hängend dann in ihr Element. Nach genau einer Stunde schwimmt Eos, an einer Boie schließen wir die letzten Vorbereitungen ab, und können endlich lossegeln.
Das Tagesziel Lipsi (ca. 800 Einwohner) ist in vier Stunden erreicht, wobei allerdings der zunächst leichte Nordwind uns doch noch ein Reff abverlangt.




Freitag, Samstag, Sonntag, Montag 13. – 16. Juni: Meltemi im Hafen
Der Wetterbericht verkündet mehr Wind als uns lieb ist. Bei Böen über 30kn bleiben wir lieber im sicheren Hafen. Immerhin bringt der starke Wind etwas Erfrischung bei wolkenlosem Sommerhimmel und 25-30°.
Wir verbringen die Zeit mit Spaziergängen, Baden, kleineren Bastelarbeiten – wie Christels neu genähte Vorhänge anbringen -, und Testen der örtlichen Gastronomie. Sehr lecker die Küche beim Platzhirsch Manoulis mit täglich wechselndem Angebot und anständigen Preisen!








Neben uns am Kai machen Grit und Jens aus Gmund ihre „Arc en Ciel“ fest, eine perfekt restaurierte Helmsman Baujahr 1981!
Am Montag dann, nach vier Nächten, verlassen wir den Hafen, aber nicht die Insel Lipsi: in der südlichen Kapsalia-Bucht ankern wir zum Baden und zur Übernachtung. Morgen soll der Wind etwas moderater sein.
Dienstag 17. Juni: Überfahrt nach Agathonisi
Die „gute Insel“ Agathonisi (ca 200 Einwohner) kennt kaum jemand, sie liegt etwa 15 Meilen südlich von Samos und etwa ebensoweit von der türkischen Küste. Von unserer Übernachtungsbucht müssen wir Richtung Nordnordost. Weil der Wind wie angesagt mittags von Nord auf Nordwest dreht, kommen wir am Wind ohne eine einzige Wende dorthin, mit gerefften Segeln bei meist angenehmen fünf Windstärken und wenig Welle.
… das war’s für heut …
