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- Wechselnde Winde
Mittwoch/Donnerstag 16./17. September: Ormos Marathokampou
Für zwei Nächte bleiben wir in der Marina von Marathokampos. Der alte verschlafene Ort Marathokampos liegt einige Kilometer landeinwärts, und um die Marina herum im Ortsteil Ormos (= Bucht) gibt es etliche Cafés, gute Restaurants, einen kleinen Supermarkt und Bäcker. Als ich per Telefon die Marina anrufe, meldet sich eine deutsche Stimme „ja bitte?“. Der Aussteiger Stefan hat unsere Ländervorwahl erkannt. Er lebt in einem Wohnwagen und führt die Marina im Auftrag des Betreibers Aris. Sehr ordentlich Sanitäranlagen, intakte Stromsäulen und Muringleinen haben der Marina die Auszeichnung als beste der Region eingebracht.
Auf Empfehlung eines Seglerpaars aus Marktheidenfeld speisen wir sehr gut im Trata“.

Tunfischsteak, Sardinen Am Donnerstag wandern wir einen etwa 4-stündigen Rundweg die Küste entlang und über Marathokampos zurück, nach einem Vorschlag von Komoot. In der einfachen Taverne im Ort kocht und bedient ein indisch aussehender junger Mann.
Freitag bis Sonntag 18.-20. September: Poseidonio/Samos

Rechts die türkische Küste Auf der Fahrt entlang der Südküste von Samos erleben wir wieder mal, wie stark die Küstenform den Wind beeinflusst: zwischen Flaute und böigen 5-6 Windstärken und Richtungen von Nord bis Südwest ist alles geboten.
Unser Tagesziel ist die geräumige Bucht Posidonio ganz im Südosten von Samos gelegen, in der nur 1km breiten „Samos-Straße“, die Samos von der Türkei trennt. Entsprechend viele der 15 – 20 dort ankernden Yachten fahren unter türkischer Flagge.

Kapelle Agios Nikolaos 
Kühlaggregat reinigen Dort verbringen wir zwei gemütliche Nächte, und segeln dann noch ein Stück nach Osten, immer unter den Augen von Booten der griechischen Küstenwache. Auch an Land gibt es einige militärische Beobachtungsposten. Im Osten bei der kleinen Insel Kasonisi finden wir keinen sicheren Ankerplatz und fahren wieder zurück in die Bucht Klima, nahe Posidonio. Obwohl diese etwa so geschützt ist wie das gut besuchte Posidonio, liegen wir dort fast allein, nur mit einer großen Motoryacht.

In Posidonio – hinten Türkei Montag 21. September: Pythagorio

Die „Stadt des Pythagoras“ – der Mathematiker und Philosoph wurde hier 570 vor Christus geboren – liegt nahe dem Flughafen Samos und hat eine Marina und einen quirligen Stadthafen. Obwohl mit 40€ recht teuer und laut, ziehen wir den Stadthafen wegen der besseren Einkaufsmöglichkeiten vor. Der Markt Dimas liefert unsere Einkäufe direkt ans Boot.


Sonnenaufgang in der Marina 
In den Straßen von Pythagorio 
Burg des Polykrates bei Pythagorio Am Abend kommen Conny und Bernd pünktlich mit Aegean an und wir gehen gemeinsam im Fischlokal „Maritsa“ essen, Fischsuppe und Schwertfisch.
Dienstag, 22. September: Abwechslungsreich nach Agathonisi

Sonnenaufgang in der Marina Pythagorio 
Mit Conny und Bernd Der Mensch plant, Gott lacht (griechisches Sprichwort)
Bei Nordwind losfahrend planen wir Richtung Ikaria zu segeln mit Tagesziel entweder Marathokampos oder Fourni. Beides geben wir nach einigen Stunden auf: denn der Wind hält sich wieder mal an die Prognose, frischt auf über 20kn auf und bringt ruppige, teilweise quer laufende Wellen. Bei Amwindkurs ist damit unsere Komfortzone deutlich überschritten, und wir entscheiden uns noch am Vormittag abzudrehen in Richtung auf das in Lee gelegene Agathonisi. Dort erreichen wir gegen 14 Uhr die schmale Gaidouravlokos-Bucht und ankern dort für die Nacht.
Das Wetter hat sich etwas eingetrübt, bleibt aber trocken bei 24°.

Am Ankerplatz auf Agathonisi


