Willkommen auf der Homepage der SY Eos. Alle unsere Blog-Beiträge findet ihr im „Logbuch„. Hier der neueste Beitrag:
- Herrliche Spätsommertage
Montag, 7. September 2026: Anreise
Von München über Athen nach Leros: wir überfliegen die Kykladen, entdecken unter uns Mykonos und Naxos, und schon beginnt der Sinkflug, die üppigen Schaumkronen auf der rauhen See sind immer deutlicher zu erkennen. Aber diesmal geht es gut, der Pilot bringt die kleine Turboprop-Maschine sicher auf die kurze Piste.
Da wir wie geplant erst nach den Geschäftsstunden der Werft ankommen – diese sind im Sommer 7 bis 15 Uhr – hat man uns wie auch sonst die Zugangskarte zur Werftanlage in einer mit Nummerschloss gesicherten Box an der Einfahrt hinterlegt. Nur ist trotz meiner Bitte vergessen worden, die Bootsschlüssel dazuzulegen! Im verlassenen Büro treffe ich zum Glück noch einen höflichen Menschen an, der sich als der Werftchef Angelos herausstellt. Er bemüht sich, telefoniert und sucht – der Schlüssel, sagt er, hängt nicht an seinem Platz. Wir sehen selbst nach – bingo, da hängt er doch! Des Rätsels Lösung, es gibt hier eine zweite Eos, und er hatte die falsche Schlüsselnummer gesucht.
Der Wetterbericht verspricht für die nächsten Tage perfektes Segelwetter mit leichtem Nordwestwind und Sonne pur.
Dienstag, 8. September: Leros
Wie gewohnt müssen wir das Boot erstmal von einer dicken Staubschicht befreien, bevor alles wieder ausgepackt und in Betrieb genommen wird: Dinghy, Sprayhood, Bimini, Wasser tanken etc.

Unser eingepacktes Dinghy an Deck: so sieht eine Baumarktplane nach 3 Monaten im Meltemi und UV-Sonne aus Bis wir dann noch das Vorsegel vom Segelmacher in Lakki holen und den Großeinkauf bei Kritikos in Lakki erledigen, ist es schon 20 Uhr. Wir besuchen trotzdem nach Wolfgang und Lali auf ihrer schicken Sun Odyssee 42 Calypso zu einem gemütlichen Plausch.

Der neuste Modequatsch in Griechenland: frisch bereiteter Kaffee (hier Freddo Cappuccino und Frappee) in Dosen! Mittwoch 9. September: Leros – Lipsi

Das Kranen klappt wieder reibungslos, um 9 Uhr schwimmt die Eos im Golf von Partheni. An der Boje hängend frühstücken wir noch und ziehen das abgeänderte Vorsegel auf. Da es im Vorliekbereich trotz maximal durchgesetzter Fall Querfalten hatte, haben wir das Vorliek kürzen lassen.
Der Erfolg zeigt sich leider nicht sofort, denn nach einer Stunde Segeln sind die Querfalten wieder da. Erst als ich am nächsten Tag mit Winschhilfe nachspanne, sind wir zufrieden.
Wir segeln nach Lipsi, ankern in der Bucht Kouloura und genießen am Nachmittag das Schwimmen im türkisfarbenen Wasser.
Donnerstag, 10. September: Lipsi – Arki

Vorbei an den „Weißen Inseln“ Aspronisua“, einem beliebten Ausflugziel, kreuzen wir einige Stunden gen Norden und erreichen südlich von Arki einen schönen Ankerplatz, der, von mehreren Inseln umgeben, nach fast allen Seiten Schutz bietet.
Nachts mondloser, herrlicher Sternenhimmel inklusive Milchstraße!

Blick auf Patmos Freitag 11. September: Arki – Patmos

Chora von Patmos mit dem Felsenkloster Heute segeln wir zur Petra-Bucht auf Patmos, wo eine kleine Familien-Werft bildschöne Boote in klassischer Holzbau-Technik baut. Ich bitte den Chef, unsere neue Wasserpumpe einzubauen, die ich von SVB nach Leros habe schicken lassen. Da die Anschlüsse nicht zu unserem Bord-System passen, und ich in Leros die nötigen Teile nicht bekam, konnte ich das nicht selbst machen. Der alte Herr grummelt etwas, wozu ich denn eine neue Pumpe will, die alte sei doch gut… Während wir im stilvollen, Werft-eigenen Restaurant Tarsanas speisen, löst er die Aufgabe, und jetzt haben wir eine elektronisch gesteuerte, geräuscharme Pumpe, die die in der Heckkabine liegenden Gäste nicht mehr aus dem Schlaf reißt und auch abschaltet, wenn sie das soll.

Bizarrer Fels in der Grigos-Bucht 

Im Werft-Restaurant: gefüllter Tintenfisch 
Bootsbaukunst 

Neue Pumpe mit individuell gebastelten Schlauchverbindungen Ankern in der Melogi-Bucht östlich der Inselhauptstadt.


